Camillo Gamnitzer, Wiener Arbeiter Zeitung 1978
Position: 8/K2N4/1pQ1p2P/p5p1/5kP1/1P3B2/2npr1nP/b2b2B1 w - - 0 1
 
mate in 4

Black: b6, e6, a5, g5, Kf4, Nc2, d2, Re2, Ng2, Ba1, Bd1
White: Ka7, Nd7, Qc6, h6, g4, b3, Bf3, h2, Bg1

1. Lf2? (2. Lg3+ Ke3 3. De4#) Te5! antikritisch (3. - Txe4!)
1. Sf6! dr. kürzest (2. Sh5+ Ke5 3. Dc7#) Lxf6
2. Lf2! Te5
3. Lg3+ Ke3
4. Dc3#!
Lxc3??
1. - Ke5 2. Dc7+ Kxf6 3. Dg7#

Schwarzer Antikritikus, genutzt als (durch kritische Läuferlenkung vorbereitete) Grimshawverstellung.
Mit fluchtfeldgebendem Schlüssel attraktiv eingeleitet und ökonomisch durchgezogen.    

Trotzdem ist F. Chlubnas seinerzeitiger Kommentar
[Ein sehr geistreiches Problem!]
überwiegend auf das behandelte Thema, weniger auf die innere Struktur der Darstellung zu beziehen, denn diese zeigt Schwächen - von den unsauberen Drohverhältnissen nach 1. Sf6! bis hin zum Stereotyp Lg3+ (Autor)

Siehe gleich im Anschluss: Modifikation/Urdruck u. a. mit vollzügiger Drohung. 

Siehe auch: "Schweizerische Schachzeitung" 1987, #4, Kc1/Kc3, 2. Ehrende Erwähnung, sowie "idee & form" 2019, Jännerausgabe, #4!